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15.01.2016

Afsin: „Wenn wir nicht aufsteigen, sind meine Tore wertlos!“

22-facher Torschütze peilt mit Lohkamp den Durchmarsch an

Ilyas Afsin bei seiner Vorstellung im Sommer. Foto: SV Krupunder/Lohkamp

Er ist gerade einmal 21 Jahre jung und geht beim SV Krupunder-Lohkamp bereits in seine vierte Herren-Saison: Nach höherklassigen Stationen beim SV Lurup, FC Teutonia 05 und TBS Pinneberg machte Ilyas Afsin bei der Vereinswahl kleine Abstriche, um mit vielen seiner „Buddys“ zusammenzuspielen. Mit Erfolg! Als Aufsteiger überwintert Lohkamp auf dem dritten Tabellenplatz, die Ziele sind nach wie vor in Reichweite und Afsin selbst hat in gerade einmal 13 Einsätzen ganze 22 Buden erzielt!

„Große Erfolge konnte ich bis jetzt noch nicht feiern“, gibt sich der Youngster eher bescheiden, fügt aber gleichzeitig an, dass ihm „die Zeit beim SV Lurup in besonderer Erinnerung geblieben“ sei. „Die jungen Spieler wurden dort von den Erfahrenen wie Kim Schultze, Nick Motzke oder Timo Ehlers sehr gut aufgenommen.“ Bei seiner zweiten Station im Herrenbereich, Teutonia 05, war Afsin nach nicht einmal sechs Monaten schon wieder auf dem Sprung. Es passte einfach nicht. „Bei TBS Pinneberg ging es hingegen sehr familiär zu. Ich war nach langer Zeit mal wieder in einem guten Fitnesszustand, so dass ich dort eine richtig gute Saison spielen konnte – und das an der Seite von so routinierten Jungs wie Tugay und Sonay Hayran, denen ich mit Wedel im Aufstiegskampf der Landesliga in jedem Fall die Daumen drücke.“ In 26 Partien für den Hammonia-Ligisten TBS erzielte Afsin als Mittelfeldakteur zehn Tore und avancierte damit zu einem der „Shootingstars“ der vergangenen Spielzeit.

Hier jubelt Afsin noch im Trikot von TBS Pinneberg. Foto: KBS-Picture.de

Umso größer war die Überraschung, als Kreisklassen-Meister Krupunder-Lohkamp im Sommer den Wechsel des 21-Jährigen an den Furtweg vermeldete. „Wir sind eine sehr gute und überaus junge Truppe – das darf man nicht vergessen. Es gibt viele Situationen während eines Spiels, in denen die nötige Erfahrung fehlt, so dass wir einige unnötige Gegentore kassieren oder Spiele trotz Überlegenheit verlieren. Wir wissen, dass wir uns in der Rückrunde solche Nachlässigkeiten nicht mehr erlauben dürfen – wenn wir unser Ziel erreichen wollen.“ Die Verantwortlichen machen jeweils keinen Hehl daraus, dass der Durchmarsch in die Bezirksliga angepeilt wird. „Unser Ziel ist ganz klar der Aufstieg!“, nimmt auch Afsin kein Blatt vor den Mund, „egal, ob wir noch am FC Alsterbrüder vorbei kommen oder doch nur Zweiter werden. Für uns zählt nichts anderes – irgendwie müssen und werden wir dieses Ziel erreichen. Darauf werden wir nun ganz konzentriert hinarbeiten.“

„Bei Aufstieg werde ich im nächsten Jahr ‚Lohkamper‘ bleiben“

Die Leistung der Alsterbrüder, die in der Hinserie mit ihrer unglaublichen Zu-Null-Serie nicht nur in Hamburg für Furore sorgten, erkennt man beim SV Lohkamp neidlos an. „Ich habe mich mit der Situation in der Liga abgefunden. Alsterbrüder hat wirklich gute Arbeit geleistet und deshalb haben die sich diesen ersten Platz verdient. Wir müssen alles dafür tun, um am Ende zumindest den zweiten Platz zu belegen.“ Wie wichtig auch Afsin persönlich der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse ist, verdeutlicht er mit folgender Aussage: „Ich kann am Ende der Saison auch 50 Tore machen, wenn wir nicht aufsteigen, sind all die Tore wertlos. Das Team steht über allem.“ Mit seinen Leistungen weckt der gebürtige Pinneberger natürlich auch das Interesse anderer Klubs – hinzu kommt die Entwicklungsfähigkeit aufgrund seines jungen Alters. Doch Afsin betont: „Bei Aufstieg werde ich im nächsten Jahr ‚Lohkamper‘ bleiben! Ich versuche einfach, dem Verein zu helfen und unter die Arme zu greifen – was neue Spieler oder aber organisatorische Dinge angeht. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, bei einem gut aufgestellten höherklassigen Klub zu spielen, dann werde ich es mir durch den Kopf gehen lassen. Aber derzeit beschäftige ich mich nur mit Lohkamp und dem Aufstieg!“

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