Mein FussiFreunde

29.01.2016

Die „Welle“ reitet wieder – Nur die Zehn will nicht fallen...

Kreisliga 5-Primus meldet sich mit Schützenfest zurück

Die Protagonisten betreten den roten Teppich an der Vogesenstraße.

„Ärgern tue ich mich gar nicht. Die Höhe des Sieges ist relativ egal. Wichtig sind die drei Punkte“, hielt sich die Enttäuschung von Daniel Schäffer, seines Zeichens Kapitän des Kreisliga-Spitzenreiters TSC Wellingsbüttel, unmittelbar nach dem Abpfiff im ungleichen Duell zwischen Schlusslicht DSC Hanseat und Primus „Welle“ in Grenzen. Von Enttäuschung kann aber auch wirklich nicht die Rede sein, denn der TSC verfehlte an der Vogesenstraße einen zweistelligen Erfolg nur haarscharf. Mit 9:0 fegte die „Welle“ über den DSC hinweg und baute den Vorsprung auf Verfolger FC Winterhude, dessen Spiel gegen Eilbek II dem Wetter, oder besser gesagt dem Heubergredder, zum Opfer fiel, auf 13 Zähler aus.

Dabei waren es die Dulsberger, die den ersten Abschluss der Partie zu verzeichnen hatten: Kerem Ocak prüfte „Welle“-Keeper Tom Wolff aus 16 Metern – der Schlussmann machte sich lang und fischte den Schuss aus der Luft (2.). Die Cirkovic-Elf musste zwar ohne ihre beiden besten Torjäger Andre Houillon (Österreich-Urlaub) und Tobias Giesenschlag (krankheitsbedingt) auskommen, fand jedoch von Minute zu Minute besser ins Spiel. Ein Schuss des starken Jonas Gögge touchierte das Quergebälk (7.), ehe der nicht minder toll aufspielende Daniel Benz gleich zweimal den Knick nur knapp verfehlte (10., 12.). Es dauerte eine Viertelstunde lang, bis das torhungrigste Team der Fünfer-Staffel (70 T.) gegen die Schießbude der Liga (137 G.) ein erstes Mal zubiss: Nachdem Alexander Peck noch im Eins-gegen-Eins an DSC-Fänger Steven Haenle hängen blieb, donnerte Benz das Leder im Nachsetzen aus 20 Metern unter die Latte!

Folglich erspielte sich die unheimlich junge Truppe aus Wellingsbüttel, bei der Routinier Dennis Bohnhorst der erfahrenste Spieler auf dem Platz war, nahezu im Minutentakt gute Einschusschancen. Zudem hatte die Begegnung einige Kuriositäten zu bieten. Hanseat-Akteur Moez Moussa beschwerte sich beim erfahrenen Unparteiischen Klaus Ziegler, dass sein Gegenspieler Jonas Gögge sich nach einem Foulspiel nicht bei ihm entschuldigte (21.). Weiter ging's mit einem absoluten Traumtor von eben jenem Gögge, der das Spielgerät per Linksschuss aus 25 Metern haargenau in den linken Knick einschweißte (27.)! Kurz darauf legte Gögge einen weiteren Treffer nach, als er einen Freistoß von Jan Zierau aus dem rechten Halbfeld völlig freistehend über die Linie spitzelte (29.). Es war das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Gäste – allerdings hatte diese Bude noch ein kleines Nachspiel: Einige DSC-Spieler wähnten den Schützen im Abseits und beschwerten sich beim Assistenten, dass dessen Fahne unten blieb. Dieser konterte in Richtung Hanseat-Keeper Haenle mit einem „Halt's maul!“. Dies bekamen nicht nur die Akteure auf dem Platz mit, sondern auch der Zweite Vorsitzende der Dulsberger, der sich daraufhin über die Wortwahl echauffierte. Referee Klaus Ziegler zügelte seinen jungen Assistenten allerdings schnell, so dass die „Tor-Party“ weitergehen konnte.

Nach einem langen Ball in die Spitze eilte Haenle – nicht das einzige Mal – etwas unmotiviert aus seinem Kasten und sprang unter den Ball hindurch. Der jüngste Akteur auf dem Platz, Alexander Peck, hatte keinerlei Mühe mehr und marschierte mit der Kugel am Fuß über die Linie – 4:0 TSC (36.)! Dann brachte Moussa den unaufhaltsamen Gögge im eigenen Sechzehner zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte abermals Peck ins linke untere Eck (39.). Aller guten Dinge sind drei, wird sich auch der gerade einmal 18-jährige „Blondschopf“ Wellingsbüttels gedacht haben, machte binnen fünf Zeigerumdrehungen seinen lupenreinen Hattrick perfekt – und wie! Erneut irrte Haenle durch die Gegend, klärte direkt vor die Füße von Alexander Peck, der das Leder ohne Umschweife aus fast 30 Metern von Höhe der rechten Außenlinie über die verdutzten DSV-Verteidiger hinweg in die Maschen hob – 6:0 „Welle“!

Im zweiten Durchgang ließ man es ein wenig ruhiger angehen und schaukelte den sicheren Vorsprung über die Runden. Nicht aber, ohne noch das eine oder andere Highlight zu setzen. Jonas Gögge tankte sich gegen zwei Mann durch und vollendete mit Hilfe der Unterkante des Quergebälks (51.), ehe Gögge ein Benz-Zuspiel an den rechten Pfosten setzte. Das 8:0 leitete der Angreifer mit einem Pass auf Kapitän Daniel Schäffer ein, der den eingewechselten Leonard Püttjer auf halbrechts in Szene setzte. Aus ganz spitzem Winkel schob er den Ball ins verwaiste Gehäuse (79.). Den Schlusspunkt setzte wieder „Sturmtank“ Gögge, der mit links ins lange Eck vollstreckte (84.)! Sechs Minuten blieben noch, um die Zehn voll zu machen, aber es sollte nicht sein – auch, weil Haenle in der Schlussminute einen Benz-Freistoß aus dem linken unteren Eck kratzte. „Der Wind war heute das ekligste. Die Motivation war in jedem Fall da, weil man ein klares Ziel vor Augen hat“, bilanzierte Schäffer, der im Titelkampf trotz des großen Vorsprungs, aber auch mit dem Hintergedanken, dass Winterhude noch zwei Spiele mehr in der Hinterhand hat, noch keine Vorentscheidung sieht: „Es ist noch lange nichts entschieden. Man sieht ja, dass Winterhude weiter aufrüstet. Wir müssen weiter Punkte sammeln, jede Woche unsere Leistung abrufen und dann wird sich zeigen, ob es reicht. Durch ist das noch lange nicht! Aber wir sind guter Dinge und froh, dass die Saison so gelaufen ist wie bisher. Das war im Vorfeld ja nicht zu erwarten aufgrund des großen Umbruchs im Sommer.“ Auch sein Trainer war hochzufrieden: „Es ist nicht einfach bei solchen Bedingungen und gegen einen Gegner, bei dem du im Vorfeld nicht so wirklich weißt, was dich erwartet. Dafür haben die Jungs das gut gelöst.“

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