Mein FussiFreunde

12.03.2016

Ehlers: „Habe die Rose immer im Herzen getragen!“

Geschasster Uetersen-Coach äußerst sich per Stellungnahme

Peter Ehlers musste den TSV Uetersen vorzeitig verlassen und äußert sich nun zu Gründen und Vorwürfen. Foto: KBS-Picture.de

Mit einjähriger Unterbrechung hat Peter Ehlers seit Sommer 2005 die Geschicke beim TSV Uetersen geleitet: Nun, nach der Ankündigung seines Abgangs am Ende der Saison, wurde er vom Hammonia-Ligisten entlassen. Mehr noch. Die Verantwortlichen stellten harte Vorwürfe in den Raum. Lange war es still um Ehlers geworden, der sich zunächst nicht zu den Geschehnissen äußern wollte. Jetzt aber veröffentlichte sein neuer Klub, Rasensport Uetersen, auf der facebook-Seite eine Stellungnahme des Trainers, in der dieser auf die Vorwürfe des TSV eingeht.

Stellungnahme Peter Ehlers:

Am Mittwoch, den 09.03.16 erhielt ich per Post (Einschreiben/Einwurf) meine fristlose Kündigung ohne Angabe von Gründen. Diese habe ich dann erst einen Tag später aus den Medien erfahren.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Spartenvorstand von Uwe Brill (Betreuer der C-Jgd Oberliga) angesprochen, was man gegen meine Person unternehmen werde, da ich durch mein „verwerfliches und vereinsschädigendes Verhalten“ an mehreren Elternabenden von TSV Jugendmannschaften teilgenommen und Werbung für meinen neuen Verein Rasensport Uetersen gemacht habe. Obwohl ich fast neben ihm saß wurde ich nicht persönlich angesprochen, sondern Herr Brill forderte ausschließlich eine Aussage des Spartenvorstandes. Dieser sagte, dass man mir nicht vorschreiben kann, was ich in meiner Freizeit mache und darüber hinaus nicht über die Teilnahme informiert war. Uwe Brill selbst hatte nicht den Mumm mich zu seinen Vorwürfen zu fragen, jedoch ein anderes Vereinsmitglied hat mich direkt angesprochen und um eine Stellungnahme gebeten.

Die Behauptung, dass ich an mehreren Elternabende teilgenommen habe ist falsch. Ich habe auf Einladung meiner Mitspieler (Senioren) und Trainer/Betreuer der 1. D-Jugend des TSV Uetersen Andreas Huckfeldt und Andreas Bannick an deren Elternabend teilgenommen. Grund der Einladung war, dass ich meine Beweggründe zum Vereinswechsel erklären möge und was ich als Trainer und Mitverantwortlicher für das sportliche Gesamtkonzept von Rasensport Uetersen in der nächsten Saison vorhabe. Genau dies habe ich auf dem Elternabend getan. Danach habe ich die Veranstaltung verlassen.
Das ich auf dieser Veranstaltung Eintritts- und Austrittserklärungen verteilt haben soll, ist ebenfalls falsch. Hierzu gibt es eine schriftliche Stellungnahme des Trainerteams der 1. D-Jugend, die das bestätigt.
Weder der Vorstand noch andere Personen haben bei den betroffenen Jugendtrainer nachgefragt.
(Die Stellungnahme des Trainerteams ist am Ende angehängt.)

Nach 11 Jahren als Trainer beim TSV Uetersen habe ich mich für eine neue Aufgabe bei Rasensport Uetersen entschieden. Gleichzeitig wollte ich mit meinem Team den Klassenerhalt für den TSV schaffen. Bis Ende Februar hatte ich nie das Gefühl oder auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass wir die Saison nicht zu Ende spielen würden. Die jetzige Situation hat mich tief getroffen und ich bin sehr traurig über den Ausgang. Wer mich kennt, der weiß, dass ich meine gestellten Aufgaben sehr gewissenhaft und professionell bis zum Ende abarbeite. Das sollte auch hier, beim TSV Uetersen, so sein. Das war und ist mein Wunsch.

Der BGB Vorstand des TSV Uetersen war spätestens seit Oktober 2015 über die gesamte Situation aufgeklärt.
Es gab Zeit um ein vernünftige und durchdachte Lösung für den TSV Uetersen zu finden. Dies
wurde versäumt und nun mit einigen unverständlichen Handlungen zum Scheitern gebracht.

Entschuldigen möchte ich mich bei den Vereinen unserer Hammonia Staffel, dass nach der turbulenten Anfangszeit nun ein weiterer negativer Höhepunkt dazukommt. Für den nun entstandenen Gedanken einer Wettbewerbsverzerrung habe ich vollstes Verständnis, bitte jedoch zu bedenken, dass die Entscheidung einzig und allein von Menschen getroffen wurde, die nicht fußballbegeistert sind und eine unprofessionelle Haltung gegenüber Mannschaftssport vertreten.

In Schutz nehmen möchte ich meine Spieler, die natürlich gewillt waren weiterzuspielen. Allerdings wurde am Donnerstag, 10.03.2016 vom neuen Vorstand weder Trainer noch sonstige annehmbare Bedingungen für ein Landesliga-Team präsentiert. Es blieben fast alle Fragen unbeantwortet. Ich weiß, dass den Jungs diese Entscheidung sehr schwer gefallen ist und wünsche allen auf ihrem sportlichen Weg viel Erfolg und vor allem Gesundheit. Auch der Zweiten und Dritten Mannschaft möchte ich meinen Respekt, zu dieser schweren Entscheidung, aussprechen.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich während meiner Zeit beim TSV Uetersen immer die Rose im Herzen getragen und sehr viele Freunde in Uetersen gefunden habe. Dafür bin ich der Fußballabteilung, unseren Sponsoren und unseren Fans sehr dankbar. Ich freue mich riesig die nächsten Jahre in einem REINEN Fußballverein mit Euch zu verbringen und werde mein Können und Know How ganz in den Dienst des Vereins stellen. Ebenso freue ich mich auf die neue Herausforderung in Uetersen einen Fussballclub entstehen zu lassen, auf den die Stadt, deren Bürger und wir Mitglieder (Jung und Alt) einmal Stolz sein können.

Mit sportlichen Gruß
Peter Ehlers

Stellungnahme des Trainerteams der 1. D-Jugend auf SEITE 2!

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