Mein FussiFreunde

20.12.2015

Neulands Pokal-Märchen hält an – „SBD“ mit letztem Akkord!

BU, Curslack, Wedel und Neuland stehen im Viertelfinale

Großer Jubel brandet in Barmbek auf, als Ivan Sa Borges Dju (3. v. l.) das 3:2 in der Schlussminute markiert und mit Korczanowski (l.) Carlson, El Nemr sowie Ersatzkeeper Plendiskis feiert. Foto: KBS-Picture.de

Der TSV Neuland hat sein erstes Saison-Halbjahr mit dem Einzug unter die besten Acht Teams im Oddset-Pokal gekrönt! In der vergangenen Spielzeit dem Abstieg noch knapp von der Schippe gesprungen, überwintern die Mannen von Erfolgscoach Thomas Kurt auf dem sechsten Tabellenplatz im Süden und als einzig verbliebener Bezirksligist im Viertelfinale des Pokal-Wettbewerbs. Jüngstes Opfer der Neuländer Kicker war der klassenhöhere FC Bergedorf 85.

Erfolgscoach Thomas Kurt steht mit seinen Neuländer Jungs im Viertelfinale des Pokal-Wettbewerbs. Foto: noveski.com

Auch der Rückstand durch Duro Maskaljevic (17.) warf den TSV keinesfalls aus der Bahn. Stattdessen drehten Marcel Schumillas (24.) und der stark aufspielende Cenk Durmaz (48.) das Geschehen auf den Kopf. Zwar gelang Bryan Pinto Ferro aus der zweiten Reihe der Ausgleich für den Favoriten (70.), doch den längeren Atem bewies der Underdog. Die Partie musste nach 120 Minuten entschieden werden und es war keineswegs so, dass die Kräfte beim klassentieferen TSV schwanden. Im Gegenteil: Neuland düpierte die „Elstern“ nach Strich und Faden! Sascha Gorris schockte den FCB gleich zu Beginn der „Overtime“ (94.), ehe Timo Schubert keine 180 Sekunden darauf das Märchen mit dem Tor zum 4:2 weiter schrieb. Bei 85 machte sich der Frust bemerkbar: „Captain“ Daniel Schaible handelte sich in der Schlussminute noch die Ampelkarte ein. Neuland feierte den Pokal-Coup am Abend ausgiebig auf der vereinsinternen Weihnachtsfeier (Die Statistik zum Spiel). Nun gilt es, die Kräfte zu bündeln und im neuen Jahr mit neuem Schwung weiter für großes Aufsehen zu sorgen. Glückwunsch an den TSV!

Curslack düpiert Niendorf in Unterzahl

Die Einwechslung von Christoph Hammel machte sich bezahlt. Der SVCN kegelt Niendorf in Unterzahl nach 120 Minuten raus. Foto: noveski.com

Ebenfalls über die volle Distanz mussten die beiden Oberligisten Niendorfer TSV und SV Curslack-Neuengamme gehen. Ließen die ersten 45 Minuten am Sachsenweg noch einen ganz müden und nahezu ereignislosen Kick versprechen, nahm das Duell in Halbzeit zwei mächtig an Fahrt auf. Die Niendorfer Führung durch Furkan Aydin (58.) konterte Jan Bannasch in der Schlussphase (81.). Zu jenem Zeitpunkt standen beide Teams bereits mit einem Mann weniger auf dem Platz: Zunächst verabschiedete sich Jan Landau nach einem überharten Einsteigen vorzeitig unter die Dusche (71.), was seinen Trainer Torsten Henke mächtig auf die Palme brachte. Dann erwies Niendorfs Serhat Yapici seinem Team einmal mehr einen Bärendienst und sah den Gelb-Roten Karton (77.). Beim ehemaligen St. Paulianer sind diese Art an Aussetzern leider nichts ungewöhnliches: In zehn Saisonspielen flog Yapici zweimal vom Platz – nun war auch im Pokal vorzeitig Endstation für ihn und seine „Sachsenwegler“. Denn obwohl Sebastian Spiewak kurz vor Ultimo der regulären Spielzeit ebenfalls glatt Rot sah (88.) und Curslack die Verlängerung zu neunt bestreite musste, behielten die „Deichkicker“ am Ende die Oberhand und führten den NTSV vor. Hammel (94.), Wilhelm (99.) und Kleine, der vom eingewechselten Hammel bedient wurde (114.), sorgten für einen 4:1-Erfolg – wohlgemerkt in Unterzahl! Dementsprechend fiel das Lob des Übungsleiters fast überschwänglich aus – außer für einen seiner Akteure... Ganz anders war die Stimmungslage bei den Hausherren, die sich über vermeintliche Abseitspositionen, die den Gegentoren vorausgegangen sein sollen, echauffierten (Die Statistik zum Spiel).

TuS-Überraschung bleibt aus, „Mo“ und „SBD“ retten den Titelverteidiger

Mo Labiadh schnürte einen Doppelpack für BU und bereitete den Siegtreffer auch noch vor. Foto: KBS-Picture.de

Der TuS Finkenwerder wollte es den „Neuländer Helden“ nachmachen und ebenfalls einen Landesligisten ausschalten, um ins Viertelfinale einzuziehen. Trotz eines Blitzstarts nach gerade einmal 40 Sekunden, als Kai Vollpott bereits zum 1:0 für seinen TuS einschädelte, sollte es gegen den Wedeler TSV schlussendlich nicht zur Überraschung reichen. Ein großartiger Klassenunterschied war nicht auszumachen, aber die Routine des WTSV gab am Ende den Ausschlag. Mark Hinze hatte auf den Schock zu Anfang der Begegnung die postwendende Antwort parat (2.), ehe Jan Eggers (83.) und Thomas Koster (90. +4) den Hammonia-Dritten kurz vor Ende der 90 Minuten vor einem Ausscheiden bewahrten. Trotz dessen wollte sich Mark Hinze nicht grämen und seinem Ruf mal wieder aller Ehre machen: Gelb-Rot in den Schlusssekunden (Alle Daten zum Spiel)! Auf eine Titelverteidigung darf unterdessen der HSV Barmbek-Uhlenhorst hoffen – allerdings fehlte im Aufeinandertreffen gegen Liga-Kontrahent HR nicht fiel, und das Pieper-Ensemble hätte die Segel gestrichen. Mohamed Labiadh brachte BU nach Hoeft-Vorlage auf die Siegerstraße (19.), doch Halstenbek schlug zurück. Ümit Karakaya (33.) mit einem direkt verwandelten Freistoß und Braima Baldé (51.) drehten das Match auf den Kopf! Erneut war es der wieder erstarkte Labiadh, der nach Foulspiel an El Nemr per Strafstoß auf 2:2 stellte (54.). Als sich wohl alle Beteiligten auf und abseits des Rasens bereits auf eine 30-minütige Nachspielzeit am Langenfort einstellten, kam plötzlich Ivan Sa Borges Dju und sorgte für pure Jubelstürme im Barmbeker Anhang und bei seinen Teamkollegen (90.)! In Szene gesetzt wurde der bullige Angreifer natürlich von Doppeltorschütze Labiadh. In der Nachspielzeit bekam HR-Angreifer Nrecaj noch die Ampelkarte aufgebrummt (90. +4) und nicht nur deshalb schimpfte der Gast anschließend auf das Schiedsrichter-Gespann. „Gegen zwölf Mann kannste nicht gewinnen“, hieß es auf der Vereinsseite. „Das war ganz knapp und echt wichtig für uns“, resümierte „Doppelpacker“ Labiadh (Die Statistik zum Spiel).

Die Bilder zum Auftritt des Titelverteidigers gegen HR präsentiert KBS-Picture.de!

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