Mein FussiFreunde

04.10.2015

Packender 120-Minuten-Fight – Steckel lässt neun „Rothosen“ jubeln!

Condor II für tollen Fight nicht belohnt

"Rothose" Hannes Steckel (r.) avancierte zum Matchwinner in der Overtime. Hier im Duell mit SCC.Kapitän Denis Friedrich. Foto: timelash.de!

Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, ein Pokal-Fight, wie er im Buche steht – und etwas Altbekanntes, was dem SC Condor II zum Verhängnis wurde: Die Chancenverwertung! In einem regelrechten Krimi vor 250 Zuschauern am Berner Heerweg warf die Klemme-Equipe gegen den klassenhöheren Hamburger SV III alles in die Waagschale. Nach 120 Minuten stand jedoch das bittere Aus auf dem nackten Spielberichtsbogen. Neun verbliebene „Rothosen“ verließen das Feld als Sieger – ein Sonntagsschuss von Routinier Hannes Steckel sorgte in einem turbulenten Match für die Entscheidung!

Die Kapitäne im Zweikampf: D. Friedrich (l.) gegen Timo Trefzger (r.). Foto: timelash.de

Für den HSV III stand Neuzugang Taka Uematsu erstmalig auf dem Grün und zeigte mit seiner Schnelligkeit über den Flügel ein ums andere Mal, was man künftig vom neuen Japaner erwarten kann. Ein erster Torerfolg wollte ihm zwar nicht gelingen, aber einmal war er dem sehr nahe, als er aus der Distanz im Pech war und den Pfosten traf! Die Führung für den Favoriten besorgte indes Sebastian Mahnke, der nach einem Steckel-Eckball und Kozinas Kopfballverlängerung goldrichtig stand und den Ball mit all seiner Routine über die Linie stocherte (30.)! „Wenn du 1:0 führst, musst du dich einfach cleverer anstellen“, befand Chefcoach Felix Karch anschließend. Denn die Hausherren waren alles andere als klar unterlegen, kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten durch Marcel Houillon und sogar zu einem Torerfolg durch Sascha Windisch. Doch dem Kopfballtreffer des ehemaligen Wellingsbüttelers blieb aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. Unmittelbar vor dem Pausentee: Ein „Fan“ des HSV beleidigte SCC-Coach Klemme verbal aufs Übelste! Schiri Alex Tietze unterbrach die Partie daraufhin und ließ den Mann von der Anlage bringen. Nach einer Viertelstunde kam dieser jedoch zurück, fiel danach allerdings nicht mehr unangenehm auf.

Ostermann und Thihatmar fliegen – Steckel packt den Hammer aus

Es ging heiß her am Berner Heerweg. Foto: timelash.de

Nach dem Wechsel waren die klassentieferen „Raubvögel“ das aktivere Team, drückten auf den Ausgleich. Doch dem Klemme-Ensemble blieb die Abschlussseuche der letzten Wochen treu. Timo Friedrich beförderte das Spielgerät an den Pfosten, den Abpraller hätte Denis Friedrich wiederum nur noch einschieben müssen. Stattdessen bugsierte er die Kugel über das Gehäuse von Jan Haerting! Doch dann: Lukas Schaube kreuzte den Laufweg von Marcel Houillon und holte diesen von den Beinen – Elfmeter. Torben Kröger lief an und verlud Haerting – 1:1 (82.)! Die Partie wurde nun immer hektischer und turbulenter. Kurz vor Abpfiff entlud sich beim eingewechselten Sören Ostermann ein Stück weit Frust, als er sich an der Außenlinie im Scharmützel mit Dennis König zu einem Kopfstoß hinreißen ließ (86.). Die Folge war der rote Karton! Die Begegnung sollte erst nach 120 Minuten entschieden werden…

Torben Kröger lässt Keeper Haerting ins falsche Eck segeln. 1:1. Foto: timelash.de

In Überzahl hatte Condors Jan-Ole Rosenhauer die dicke Möglichkeit aufs 2:1 – doch der Angreifer schob den Ball aus kürzester Entfernung in die Arme von Haerting. Beinahe im direkten Gegenzug fasste sich der starke Hannes Steckel ein Herz und feuerte die Kugel aus über 20 Metern gegen die Laufrichtung von Paul Malik ins kurze Eck – 2:1 HSV III (96.)! „Hannes hat ein unglaubliches Pensum abgespult, geackert ohne Ende. Diesen Treffer hat er sich mehr als nur verdient“, lobte ihn sein Übungsleiter hinterher. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste kurz vor Abpfiff der ersten Verlängerung nur noch zu neunt auf dem Platz standen: Auch der zweite „Joker“, Maik Thihatmar, hatte vorzeitig Feierabend, nachdem er sich an der Seitenlinie behandeln ließ und zu früh aufs Spielfeld zurückkehrte, ohne dass Referee Tietze ihn wieder ins Geschehen winkte. „Eine sehr kleinliche Entscheidung, mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte eine letzte Ermahnung ausgereicht“, so Karch.

„Jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen!“

Die Erleichterung bei Hannes Steckel (l.) und Niko Zeba (r.) war groß. Foto: timelash.de

„Ich weiß, jeder wird jetzt denken: In doppelter Überzahl – das müssen die doch gewinnen. Aber es ist nicht so leicht gegen Mannschaften, die einen oder zwei Spieler weniger auf dem Platz haben. Auch im Eishockey werden Tore in Unterzahl erzielt. Zudem war der Gegner nicht irgendwer, sondern der Dritte der Landesliga Hammonia“, befand Klemme, dessen Truppe alles Verfügbare in die Waagschale schmiss. Melvin Krolikowski wollte der Ausgelich ebenso wenig gelingen, wie auf der Gegenseite Emre Yasar oder Desmond Tutu die endgültige Entscheidung. Es blieb beim umkämpften 2:1 für den klassenhöheren Gast! „Es ist schade, dass wir uns wieder nicht belohnen. Aber die Jungs haben ein Riesenspiel gemacht, den Gegner über die Außen gut zugestellt und sich selbst gute Torchancen erspielt. Ich bin total stolz auf die Truppe“, hatte Klemme ausschließlich lobende Worte für seine Schützlinge über. Nicht anders erging es seinem Gegenüber: „Es war ein packendes, mitreißendes Spiel. Solche Siege schweißen als Team noch mehr zusammen. Die Jungs haben eine super Moral gezeigt und das Spiel in doppelter Unterzahl gewonnen. Man muss ehrlich sein: In der zweiten Halbzeit war Condor feldüberlegen und hätte das Spiel kurz vor Schluss auch noch gewinnen können. Der Sieg war glücklich, aber schlussendlich aufgrund der Tatsache, dass wir zwei Mann weniger waren, auch nicht unverdient.“ Karchs abschließende Kampfansage: „Jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen!“

Die Bilder zum Spiel: timelash.de!

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