Mein FussiFreunde

17.03.2016

Per sofort – Helmel schmeißt die Brocken hin!

„Hatte keine andere Wahl“

Verkündet seinen sofortigen Abschied: Eugen Helmel ist kein Trainer mehr beim TuS Germania Schnelsen. Foto: noveski.com

Am Montag gab uns Eugen Helmel auf Nachfrage seinen Abschied als Übungsleiter des TuS Germania Schnelsen zum Saisonende bekannt. Nun ging alles doch viel schneller. Denn der 30-Jährige hat die Brocken per sofort hingeschmissen! „Ich habe unserem Präsidenten, der zurzeit im Urlaub weilt, heute von meiner Entscheidung unterrichtet“, erklärt uns Helmel.

Für große Misstöne sorgten Aussagen von Manager Dieter Lehmann, der den Trainer ein ums andere Mal für dessen Aufstellungen kritisierte und die kommende Ligapartie gegen Spitzenteam Sasel zu einem „Schicksalsspiel“ für Helmel deklarierte. „Ich habe ihm am Mittwoch meine Meinung ins Gesicht gesagt, mich dann noch einmal mit dem Präsidium kurz geschlossen und meinen Entschluss daraufhin mitgeteilt. Es gab keine andere Wahl!“, so Helmel, der anfügt: „Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn nach einem Spiel oder einem Ergebnis mal Kritik laut wird. Aber es kann nicht sein, dass man einen Trainer öffentlich kritisiert und persönlich angreift. Das ist etwas, was meine Autorität vor der Mannschaft untergräbt. Mir kam es am Ende nur noch so vor, als sei ich eine Zielscheibe. Man hat darauf gewartet, auf mich einschlagen zu können. Mit dieser Entscheidung nehme ich nicht nur mich, sondern auch die Mannschaft aus der Schussbahn.“

Der Notfallplan beim Hammonia-Ligisten heißt Sven Tepsic. Der 34-Jährige, der gemeinsam mit Helmel die Verantwortung für die Mannschaft inne hatte, wird dessen Nachfolge interimsmäßig ausführen. „Ich bin mir sicher, dass er es gut machen wird! Er wird alles versuchen, um die Mannschaft bestmöglich einzustellen und auf Sasel vorzubereiten. Es ist schwer, irgendwelche Prognosen für dieses Spiel zu treffen. An guten Tagen konnten wir gegen jeden Gegner gewinnen – an schlechten Tagen aber genauso gut gegen jeden verlieren. Grundsätzlich denke ich aber auch, dass der Zeitpunkt nicht so verkehrt ist – denn gegen Sasel hat man sicher nichts zu verlieren.“

Trotz seines Abschiedes drückt Helmel seinem Ex-Team die Daumen. „Natürlich werde ich das weiter verfolgen und hoffe sehr, dass sie die Klasse halten. Ich bin kein Mensch, der nachtragend ist. Klar gab es gewisse Reibungspunkte, aber das gehört dazu. Letztlich war es für mich aber zu extrem und einfach nicht mehr tragbar.“ Am Freitagabend möchte sich Helmel von seinen ehemaligen Spielern persönlich verabschieden.

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