Mein FussiFreunde

09.02.2016

Sperber pirscht sich nach Tore-Gala an die Spitze heran!

Beim Walddörfer SV hängen nach SCS-Traumtoren die Köpfe

Sperbers Johannes Haase traf zunächst per Solo, dann per Sonntagsschuss und brachte den Sieg seiner Alsterdorfer auf den Weg. Foto: noveski.com

Der Titelkampf in der Bezirksliga Nord bleibt spannend! Der SC Sperber zeigte im Nachholspiel beim Walddörfer SV die richtige Reaktion auf das enttäuschende 1:1 am Sonntag beim SC Urania und rückte bis auf einen Zähler an Spitzenreiter Glashütte heran. Im Stadion „Allhorn“ glänzten die Alsterdorfer nicht nur mit einer überaus konsequenten Chancenauswertung, sondern auch mit absoluten Traumtoren...

WSV-Kapitän Bastian Nendza erwischte gegen seine Ex-Kollegen einen gebrauchten Tag. Foto: noveski.com

Nachdem der WSV – der sich angesichts von nur sieben Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone noch längst nicht aller Sorgen entledigt hat – gut ins Spiel kam und in der ersten Viertelstunde leichte Feldvorteile hatte, brauchten die Gäste aus Alsterdorf einige Minuten, um zu ihrem Spiel zu finden. Doch dann: Jannik Sebald bediente von halblinks Johannes Haase. Dieser vernaschte drei Mann und schoss aus spitzem Winkel – mit Hilfe des Innenpfostens – ins lange Eck ein (20.)! Der erste offensive Vorstoß der Gäste wurde sogleich mit einem Tor gekrönt. Nachdem die Volksdorfer auf eine rasche Antwort aus waren, als ein missglückter SCS-Rückpass fast ein gefundenes Fressen für Niklas Wilkowski darstelle, doch Sperber-Fänger Marius Piehl auf dem Posten war, versetzte Haase den Hausherren mit seinem zweiten Treffer fast schon den Dolchstoß – und wie er das tat! Sebald verlängert einen Burhorst-Eckball per Kopf. Der anschließende Klärungsversuch des WSV landete im Zentrum bei eben jenem Hasse, der das Spielgerät kommen sah und mit links volley aus der Luft nahm. Der Strahl des 29-Jährigen aus gut und gerne 25 Metern schlug halbhoch im linken Toreck ein und ließ Constantin Laumayer keinerlei Abwehrchance (28.)! Angesichts dieser beiden Treffer – zunächst der Sololauf, dann der Volleyhammer – kaum zu glauben, dass es für Haase die ersten beiden Saisontore waren!

Die Knaus-Schützlinge wirkten geschockt. „Der eine oder andere hängende Kopf war dabei“, befand auch der Übungsleiter nach dem Match. Bitter: Noch vor dem Pausentee legte Sperber nach. Links am Strafraum brachte der sonst so zuverlässige, an diesem Abend aber ein wenig übermotiviert wirkende, Bastian Nendza den durchstartenden Stefan Ruhm zu Fall. Schiedsrichter Thomas Sieg verlegte die Situation, die sich arg an der Grenze abspielte, innerhalb des Sechzehners und entschied auf Strafstoß. „Das war klar außerhalb“, konstatierte Knaus, der von seinem „Capitano“ Nendza und Torsteher Laumayer die volle Zustimmung erhielt. Nichtsdestotrotz schnappte sich der Gefoulte selbst die Kugel und hatte ein wenig Glück, da der WSV-Fänger noch mit den Fingerspitzen am Ball war (36.). Dennoch hieß es aus Sicht der Volksdorfer 0:3!

Stefan Ruhm holte den umstrittenen Strafstoß vor dem 3:0 raus und verwandelte diesen anschließend selbst zur Vorentscheidung. Foto: noveski.com

Nach dem Wechsel spielte die Elf von Bastian Quast ihren Stiefel ganz souverän runter, wusste auch weiterhin zu überzeugen und nahm die Gastgeschenke des Walddörfer SV dankend an. Erneut war es der Ex-Sperberaner Bastian Nendza, der im eigenen Sechzehner einen katastrophalen Querpass spielte, den Shootingstar Simon Flandrin aufnahm, Laumayer umkurvte und zum 4:0 in die Maschen schob (51.)! Der Drops war längst gelutscht – doch der Tabellenelfte wollte zumindest noch den Ehrentreffer erzwingen. Allerdings musste man dabei aufpassen, nicht ins offene Messer zu laufen. Sebalds Kopfball verfehlte das rechte untere Toreck nur um wenige Zentimeter (76.), ehe den Mannen vom Allhorn endlich der erste Torerfolg gelingen wollte. Nendza, der seine Position in der Abwehrkette längst aufgegeben hatte, legte für den zur zweiten Halbzeit eingewechselten Helge Hinrichs ab. Nach ein, zwei Haken vollendete dieser aus 13 Metern halbrechter Position unter die Arme des hinab tauchenden Marius Piehl hindurch zum 1:4 (78.)! Das wollte der Gast jedoch nicht auf sich sitzen lassen und hatte noch einen herrlichen Moment in petto: Joker Henning Hermann mit dem Zuckerpass aus dem Mittelfeld auf Flandrin, der vor dem herausstürzenden Laumayer an den Ball kam und diesen aus circa 28 Metern halbrechter Position überloppte (84.)! Es war bereits die 14. Bude im zwölften Einsatz für den 18-Jährigen! Die Ampelkarte, die sich Jannik Sebald kurz vor Ultimo wegen wiederholten Foulspiels einhandelte (89.), war schlussendlich Nebensache.

Ein souveräner Auftritt des SC Sperber – ohne die enorm wichtigen Leistungsträger Benjamin Baarz, Mathias Bach oder auch Lewe Brydda – bei einem Walddörfer SV, der seine Punkte woanders holen muss. „Wir haben gut begonnen, selbst nach dem 0:1 war eigentlich noch alles gut. Dann kommt natürlich dieser Sonntagsschuss, den man vermutlich einmal im Leben so trifft, und die ersten Köpfe hängen. Ich denke nicht, dass wir hier so viel schlechter waren. Am Ende war es eine Verkettung ganz vieler unglücklicher Umstände“, bilanzierte Knaus.

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