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25.02.2016

Zolfaghari über Verletzungspech, goldene Generationen und „Bachelor“

Acht Spritzen und 35 Stunden Therapie ohne Wirkung

SC-Kapitän Hossein Zolfaghari möchte sein Team zurück zu alten Erfolgen führen. Foto: noveski.com

Hossein Zolfaghari ist einer dieser Typen, die jede Mannschaft dringend braucht. Der Ur-Egenbüttler, der seit 13 Jahren für den SC aufläuft, ist vereinstreu, hilfsbereit und ehrlich – doch leider viel zu oft verletzt. So auch in der laufenden Saison.

„Ich war nun genau 301 Tage verletzt, habe dann mein Comeback nach einer Woche Training gegen Osdorf gegeben und alles lief gut – der Rücken hat gehalten. Danach habe ich weitere vier Wochen trainiert und verletze mich dann vor zwei Wochen erneut. Diesmal habe ich mir einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen, aber das sind Peanuts im Vergleich zur vorherigen Verletzung. Ich weiß wenigstens, dass ich nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann“, so der sympathische 33-Jährige.

„Acht Spritzen und 35 Stunden Physiotherapie haben kein Stück geholfen“

Fliegen muss gelernt sein: Hossein Zolfaghari im Duell mit HEBC-Akteur Maximilian Kopp. Foto: noveski.com

„Beim Rücken wusste niemand, wie lange ich pausieren muss. Zuerst hieß es, es dauert maximal vier Monate. Nachdem es kein Stück besser wurde und ich einige Male in der Röhre lag, sollten es höchstens sechs Monate Pause sein. Am Ende dauerte es fast ein komplettes Jahr. Das war schon eine verdammt harte Zeit für mich“, schildert der Deutsch-Iraner seine Leidenszeit und fügt an: „Das erschreckende hierbei war jedoch, dass acht Spritzen und 35 Stunden Physiotherapie nicht geholfen haben. Erst durch Kieser-Training und Osteopathie konnte ich eine Besserung feststellen.“

Neben Zolfaghari kommt auch sein Team, der SC Egenbüttel, diese Saison nur bedingt in Fahrt. Der Bezirksligist steht momentan im Tabellenmittelfeld auf Platz sieben. Obwohl die „Moorwegler“ diese Saison einiges an Luft nach oben haben, sieht Zolfaghari, der das Team seit zehn Jahren als Kapitän aufs Feld führt, viel Positives: „Ich bin nun schon so lange beim SC und kenne im Verein wirklich jede Person. Momentan kann ich sagen, dass etwas ganz Großes heranwächst. Vor der Saison haben wir sieben A-Jugendspieler dazu bekommen, die eine ganz andere Generation sind, im Vergleich zu den letzten Jahren. Die Jungs freuen sich richtig, für uns auflaufen zu dürfen und müssen nicht ständig hervorheben, dass sie Bezirksliga spielen.“ Zolfaghari geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht derzeit ein Spiegelbild zum Jahr 2008, als der SCE den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte: „Das Anknüpfen an unsere glorreichen Zeiten ist mit dem jetzigen Team definitiv möglich. Es ist ähnlich wie damals, als wir auch sieben Jungs aus der damaligen A-Jugend bekamen. Das war eine goldene Generation. Die jetzige Phase erinnert mich genau an die damalige.“

Kicken sie nochmal zusammen? Zolfaghari kann sich ein "Revival" mit "Bachelor" Paul Janke gut vorstellen. Foto: noveski.com

Wenn „Hoss“, wie sie ihn alle nennen, in die Zukunft schaut, fängt er ein wenig an zu schwärmen: „Ich kann sagen, dass wir endlich mal wieder eine richtig gute Mannschaft zusammen haben, um über Jahre etwas Großes aufzubauen und zu erreichen. Ich bin mir sicher, dass wir nächste Saison ganz oben angreifen werden.“ Sollte der Kapitän die nächsten Wochen verletzungsfrei bleiben, möchte er seinem Team bei seinem persönlichen Saisonziel, „unter den ersten Sechs zu landen“, helfen. Und auch persönlich möchte Zolfaghari in den nächsten Jahren Neues wagen: „Fakt ist: Ich würde gerne noch zwei Jahre lang kicken. Gerade jetzt mit der Truppe, die den absoluten Teamspirit hat, macht es richtig viel Spaß. Parallel mache ich gerade meinen Trainerschein und versuche mich nächstes Jahr an der B-Lizenz. Sollte ich in nächster Zeit erneut einen Rückschlag erfahren müssen, wäre ich für das Trainerleben bereit. Momentan ist es aber noch zu früh. “

„Ein Trainerduo mit Paul Janke? Klar, warum nicht!“

Und mit einer Menge Glück, könnte er sogar einen bekannten Co-Trainer für sich gewinnen, der nicht nur Fußball spielen kann, sondern auch für mehr weibliche Unterstützung hinter den Banden sorgen würde. „Ein Trainerduo mit Paul Janke? Klar, warum nicht!“, kommentierte Zolfaghari unsere Frage, als wir ihn auf seinen guten Kumpel, der aus der RTL-Sendung 'Der Bachelor' entsprang, ansprachen. „Wir stehen immer noch im guten Kontakt, waren am Wochenende erst wieder zusammen unterwegs. Ich habe auch schon versucht, ihn zu Egenbüttel zu holen, nur leider hat er momentan keine Zeit zum Trainieren“, fügt Zolfaghari an. Wir allerdings hoffen, dass Hossein Zolfaghari den SCE noch mindestens 70 Mal aufs Feld führen wird, bevor er einen Trainerposten besetzt: 12 Mal in der laufenden Saison, 30 Mal zum Aufstieg in die Landesliga und weitere 28 Mal bis in die Oberliga...

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