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Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

20.03.2017

VfL 93 bleibt im Aufsteigsrennen

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Nach drei Siegen in Folge hatte sich Eilbek II von den größten Abstiegssorgen befreit, mit der Serie von fünf Erfolgen in der Fremde im Rücken wollte der SCE beim klar favorisierten VfL 93 auch etwas Zählbares aus dem schönen Borgweg-Stadion entführen. Mit jeweils einem 18-Mann-Kader konnten beide Trainer aus dem Vollen schöpfen, bei Eilbek gab es drei Änderungen, für Yasar (Bank), Twardawa und Bödeker (beide abwesend) starteten Jörn Bengtsson, Sebastian Helm und Genia Rubin, der sein 100. Pflichtspiel für Eilbek II absolvierte.


Wenig überraschend hatte der VfL von Beginn an mehr Ballbesitz und versuchte sich in der Eilbeker Hälfte festzuspielen, auf dem schnell gewordenen Rasen, der unter dem Dauerregen litt, gelang dies nur äußerst selten. Die erste halbe Stunde war geprägt von viel Taktiererei, einzig nach einem Freistoß vom Strafraumeck musste Marc Schultz im Mauereck zupacken. Der erste Hochkaräter im Spiel gehörte den Gästen, nach einem Flankenball von Artur Lammert köpfte Marius Bruchhäuser freistehend aus sechs Metern nur gegen den Pfosten, Keeper Jens Grawe wäre völlig machtlos gewesen. Doch auch die erste Großchance für den Tabellendritten ließ nicht lange auf sich warten, Lars Lilie, im Winter erst vom Staffelkonkurrenten Hammonia an den Borgweg gewechselt, lief aus halblinker Position allein auf das Tor zu und scheiterte mit seinem Abschluss an Marc Schultz, der lange stehen blieb und den Winkel clever verkürzte.

Es war ein intensiv geführtes Spiel von beiden Seiten, Eilbek versuchte über Konter gefährlich zu werden, doch vor allem VfL-Innenverteidiger Hans Wentzel war jederzeit Herr der Lage und zeigte ein vorzügliches Stellungsspiel. Ein sehenswerter Angriff brachte zehn Minuten vor dem Seitenwechsel den ersten Treffer des Tages, Eilbeks Horn verlor an der Mittellinie den Ball gegen Marius Dickmann und der spielte einen herrlichen Diagonalball in den Lauf von Benjamin Marschall, der Rechtsaußen blieb vor dem Tor eiskalt und schob ins lange Eck. Allein die Vorarbeit von Dickmann war das Eintrittsgeld schon wert.

An der Spielausrichtung beider Parteien änderte der Treffer wenig und auch Eilbek sollte zu einem Treffer kommen. Nach einem Fehlpass des VfL-Linksverteidigers in der eigenen Hälfte schnappte sich Artur Lammert die Kugel und legte im Strafraum quer auf Amritpal Singh, der keine Mühe mehr hatte und aus zwölf Metern sein erstes Saisontor erzielte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen, es war zu diesem Zeitpunkt ein leistungsgerechtes Remis.

Nach der Halbzeit-Pause wurde das Spiel der Gastgeber druckvoller, wobei sich echte Großchancen nicht erspielt wurden. Ein paar Schüsse aus der Distanz und im Strafraum immer wieder ein Eilbeker Abwehrbein machten die Partie für den VfL zum Geduldsspiel. Mit der Brechstange kam das Team von Trainer Farhadi Mitte der zweiten Halbzeit zum Erfolg, Tobias Schmitt fasste sich aus 25 Metern ein Herz und schoss das Leder unter die Latte zum vielumjubelten 2:1. Ein sehr wichtiger Treffer für den VfL im Kampf um Platz 2, nur vier Punkte bei einem absolvierten Spiel weniger liegen die 93 hinter Wandsetal II.

Eilbek war von dem Gegentreffer kurzzeitig niedergeschlagen, besaß aber die große Chance zum Ausgleich. Im Strafraum legte der eingewechselte Ben Bryde für Marius Bruchhäuser auf, doch der Mittelfeldspieler zielte aus elf Metern über das Tor.

Es blieb bis zum Schluss spannend, Schultz parierte einen Freistoß aus 18 Metern, ansonsten war die Partie von viel 93-Ballbesitz geprägt. Fünf Minuten vor dem Ende wurde es im VfL-Strafraum noch einmal gefährlich, Torschütze Singh setzte sich gegen zwei Verteidiger durch, doch Bruchhäuser und Bryde schlitterten an seiner Hereingabe vorbei. Die Entscheidung gab es stattdessen auf der Gegenseite, Benjamin Marschall war zum zweiten Mal zur Stelle und köpfte einen Eckstoß zum 3:1 in die Maschen. Fünf seiner sieben Tore hat Marschall damit gegen Eilbek erzielt.

Der Dreier für VfL 93 geht nach 90 Minuten in Ordnung, Eilbek fand zu wenig Zugriff nach dem Seitenwechsel und sorgte zu selten für Entlastung nach vorne. In der kommenden Woche wartet kein geringerer als Spitzenreiter St. Pauli auf die Jungs von der Fichte.


Aufstellung:
Marc Schultz – Stephan Horn (80. Nils Kägeler), Sebastian Helm, Sören Sager, Steffen Heinrich – Marius Bruchhäuser, Genia Rubin, Dennis Dahms (85. Orhan Coban) – Jörn Bengtsson (55. Ben Bryde), Artur Lammert – Amritpal Singh

Tore:
1:0 Benjamin Marschall (35., Rechtsschuss, Dickmann)
1:1 Amritpal Singh (40., Rechtsschuss, Lammert)
2:1 Tobias Schmitt (65., Rechtsschuss)
3:1 Benjamin Marschall (87., Kopfball)

Gelbe Karten:
Keine

Schiedsrichter:
Fabio Scheck (Note 1,5) – In einem aufmerksamen Gespann war der Hauptschiedsrichter stets im Bilde und zeigte eine vorzügliche Leistung. Klare, angenehme Linie über die gesamte Spielzeit.

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