Mein FussiFreunde

12.12.2015

Im 17. Match der allererste Sieg – Glashütte II schockt Farmsen!

Schützenfest im Schlammcatchen

Foto zum Spiel: timelash.de

Nach einer Platzbesichtigung erklärte Schiedsrichter Peter Einhorn die rote Asche am Berner Heerweg für bespielbar. Es konnte also steigen, das Aufeinandertreffen zwischen dem Farmsener TV und dem bis dato noch sieglosen Schlusslicht vom Glashütter SV II. Beiden Teams hätte eine Absage wohl deutlich besser in die Karten gespielt – schließlich pfiffen sowohl Farmsen als auch Glashütte II personell aus dem letzten Loch. Wie FTV-Abteilungsleiter Ulf Pfützenreuter berichtete, fielen gleich elf Mann aus! Nicht minder prekär die Lage beim Gast, wo drei Mann aus der Liga aushelfen mussten, um überhaupt einen Elf-Mann-Kader stellen zu können.

Referee Einhorn gab die Partie trotz widrigster Umstände frei. Foto: timelash.de

Bei allerwidrigsten Platzverhälnissen, die woanders vermutlich mit überaus großer Wahrscheinlichkeit zu einer Absage geführt hätten, trugen die Glashütter Spieler sinnigerweise Werbung für das „Erlebnisbad Arriba“ auf ihrem Trikot, denn die Begegnung sollte sowohl ein Erlebnis als auch ein Bad werden. Die Hausherren werden diese 90 Minuten jedoch keinesfalls in guter Erinnerung behalten. Kevin Hermeneit brachte den Tabellenletzten früh in Führung, als er einen Nachschuss in Folge eines zunächst abgewehrten Eckballs im Farmsener Gehäuse unterbrachte (7.)! Farmsen war spielerisch zwar nicht schlecht, aber spätestens am gegnerischen Sehchzehner gingen dem Voigt-Ensemble die Ideen aus. Dies nutzten die ohne Selbstvertrauen angereisten Glashütter zum zweiten Torerfolg. Jan Schuhmann verblüffte mit einer Bogenlampe Gegner wie Mitspieler. Es sah alles danach aus, als würde der Ball weit über den Kasten gehen, stattdessen senkte er sich gerade noch rechtzeitig und schlug im FTV-Kasten ein (32.)!

Die Spieler packten selbst mit an. Foto: timelash.de

Die mitgereisten sechs Glashütter Fans skandieren „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“ – es wäre der erste in dieser Saison und zugleich der allererste dreifache Punktgewinn überhaupt. Nach dem Nichtantritt in der Vorwoche musste man sich sogar in der Liga-Mannschaft bedienen, um eine Mannschaft zu stellen. Die Mannen von Torsten Freytag waren das schnellere, zweikampfstärkere Team auf dem Platz. Kurz vor Pausenpfiff hätte eigentlich das 0:3 fallen müssen, aber Phillip Jeksties vergab völlig allein aufs Tor zulaufend. Farmsen war aber auch so bedient!

Doch der Schock sollte noch tiefer sitzen, als Dennis Scheer unmittelbar nach Wiederanpfiff den weit aus seinem Tor geeilten Janik Voß umkurvte und einschob – 0:3 (49.)! Nun machte sich auch der Frust bei Farmsen bemerkbar. Dennis Nebel kann von Glück sagen, als er zuerst seinen Gegenspieler weg stieß und sich danach auch noch mit dem Schiri anlegte, der es lediglich beim gelben Karton beließ (53.). Das Spielniveau ließ nun nach, da die Hausherren nicht mehr an eine Wende glaubten. Stattdessen erhöhte abermals Scheer mit einem satten Schuss in den Winkel auf 4:0 für den Letzten (77.)! Der Drops schien gelutscht – doch plötzlich zeigte sich, weshalb Glashütte II ganz unten im Tableau der Kreisliga 6 rangiert. Man stellte die Abwehrarbeit ein und das hätte sich beinahe gerecht. Zehn Minuten vor Ultimo scheiterte Farmsen nach einem Eckball nur am Pfosten, auch der Nachschuss wurde von einem GSV-Akteur von der Linie gekratzt. Es war jedoch ein Weckruf! Binnen sechs Zeigerumdrehungen machte Farmsen aus dem 0:4 ein 3:4! Zunächst schnürte Jano Shaverdi fast ungehindert einen Doppelpack (82., 86.), ehe Hans Davis Forson nach einem Gestocher auf der Linie das richtige Näschen an den tag legte (88.)!

Die Partie schien bereits mehr als nur entschieden zu sein, doch nun drohte das Geschehen noch einmal zu kippen. Doch Glashütte rettete gegen wütend attackierende Farmsener den Sieg über die Runden – auch weil man geschickt an der gegnerischen Eckfahne diverse Male die eine oder andere Sekunde heraus holte. Schließlich reichte es tatsächlich für den ersten Saisonsieg! Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt aber nach wie vor ganze acht Zähler...

Alle Infos und Bilder zum Spiel: timelash.de!

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