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07.01.2017

Jubiläums-Jubel: VfL Pinneberg gewinnt 20. Auflage des Bert-Meyer-Cup

Oberligist siegt im Finale mit 3:2 gegen Union Tornesch

Freude über den Triumph: Daniel Diaz Alvarez, Kjell Ellerbrock und SIegtorschütze Luis Diaz Alvarez (v. li.). Foto: KBS-Picture

Besser hätte es für die Organisatoren des Bert-Meyer-Cups gar nicht laufen können: Am Ende hieß der Sieger der 20. Auflage des Turniers VfL Pinneberg. Der Gastgeber behielt im Endspiel mit 3:2 gegen den starken Hammonia-Landesligisten Union Tornesch die Oberhand. Den dritten Platz sicherte sich Pinnebergs Oberliga-Konkurrent SV Rugenbergen.

Fabian Knottnerus hatte gerade ins Schwarze getroffen, da bekam er den Ball schon wieder. Der 24-Jährige schaute kurz auf, spielte einen Doppelpass mit Luis Diaz Alvarez, an dessen Ende dieser dann den Ball im Tor von Union Tornesch unterbrachte. Auf der Uhr waren nur noch wenige Sekunden zu spielen, die Entscheidung im Finale des Bert-Meyer-Cups zwischen Gastgeber VfL Pinneberg und dem Hammonia-Landesligisten aus Tornesch war damit gefallen: Der Oberligist behielt am Ende knapp mit 3:2 das bessere Ende für sich. 

Reibe: „Unser Überzahlspiel und das 3:2 waren hervorragend“

Nur Coach Thorben Reibe fehlt: Das Siegerteam vom VfL Pinneberg. Foto: KBS-Picture

Zuvor hatte es allerdings lange Zeit so ausgesehen, dass im letzten Spiel des Turniers der Außenseiter die Nase vorn haben würde. Philipp Pohlmann und Serge Haag hatten die Equipe von Coach Stefan Dösselmann mit 2:0 in Führung gebracht (4., 6.). Dann gelangen dem VfL in Person von Alexander Borck der 1:2-Anschlusstreffer (7.) und schließlich in numerischer Überzahl – Unions Maik Stahnke musste mit einer Zwei-Minuten-Srafe runter – Knottnerus' Ausgleich (11.) und der Siegtreffer. „Für uns war schon das Erreichen des Halbfinales eine tolle Sache. Wir haben zwar einige gute Hallenspieler in unseren Reihen, aber mit dem Finale habe ich nicht gerechnet“, konstatierte Union-Trainer Dösselmann nach der Endspiel-Niederlage, während es vom Sieger ein großes Kompliment gab. „Über den gesamten Turnierverlauf betrachtet, hat Tornesch den besten Fußball gespielt“, erklärte Pinnebergs Übungsleiter Thorben Reibe, „wir sind diszipliniert ins Spiel gegangen, weil wir wussten: Die Mannschaft mit der größeren Disziplin gewinnt. Das Finale war von beiden Mannschaften ein gutes Spiel. Das 2:0 von Union war schon stark, doch unser Überzahlspiel und das 3:2 waren hervorragend.“

Seine Mannschaft habe sich, so Reibe weiter, „ins Turnier reingesteigert. Mir war wichtig, dass wir uns Halbfinale kommen. Danach ist immer alles möglich. Ich bin zufrieden.“ Kein Wunder, denn schließlich hatte seine Mannschaft es soeben fertig gebracht, die Jubiläums-Auflage des Turniers zu gewinnen. Der Bert-Meyer-Cup fand in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. „Jetzt müssen wir beim 25. Mal dann auch gewinnen...“, grinste Reibe, der auch gleich auf die Restsaison auf dem Feld vorausblickte: „Wir haben Qualität in der Truppe, das weiß ich. Wir haben viele Spiele unglücklich verloren, wodurch uns das Selbstvertrauen abhanden gekommen ist. Wir haben dann nicht mehr gut Fußball gespielt. Wenn wir wieder so spielen, wie zu Beginn, dann schaffen wir es auch, die Klasse zu erhalten.“

Luis Diaz Alvarez wird zum Mann der wichtigen Tore

Pinneberger Zwillings-Jubel: Luis Diaz Alvarez (re.) freut sich mit Daniel Diaz Alvarez. Foto: KBS-Picture

Sein Spieler Daniel Diaz Alvarez freute sich derweil über den Turniersieg – und den Siegtreffer von Zwillingsbruder Luis. „Wir waren mit den Kräften am Ende, aber wir wollten unbedingt gewinnen. Wir wussten: Wen wir unser Spiel machen, dann kommen wir zurück. Fußballerisch haben wir es drauf. Die Zeitstrafe für Tornesch hat uns gut getan“, erklärte der 22-Jährige. Dessen Zwillingsbruder hatte dem VfL nicht nur den Turniersieg beschert, sondern war auch schon im Halbfinale gegen den Oberliga-Konkurrenten SV Rugenbergen der entscheidende Mann. Dort hatte Luis Diaz Alvarez viereinhalb Minuten vorm Ende des Spiels den Siegtreffer zum 1:0 erzielt.

Im ersten Semifinale traf Tornesch auf Bezirksligist SSV Rantzau. Und auch hier war es schon äußerst knapp zugegangen. Nachdem die Partie zu Beginn erst einmal unterbrochen werden musste, weil Rantzaus Keeper Malte Ladehof den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekam und aus der Nase blutete, war es dann Maik Stahnke, der den Landesligisten 57 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins von ihm aus gesehen rechte untere Toreck ins Finale brachte. Rantzau unterlag seinerseits später im Neunmeterschießen um den dritten Platz gegen Rugenbergen. Kurios: Vom Punkt traf bei diesem „Shoot-Out“ einzig und allein Rugenbergens Dominic Lemcke zum 1:0-Erfolg für den SVR ins Netz.

Gleich zwei Ehrungen für Rugenbergens Pascal Haase

Bester Torhüter des Turniers: Steve Elfert von der SV Halstenbek-Rellingen. Foto: KBS-Picture

Der 19-Jährige durfte sich am Ende des Turniers dann auch gleich noch einmal freuen. Er wurde zum besten Nachwuchsspieler des 20. Bert-Meyer-Cups gewählt, bei dem übrigens 350 Zuschauer die Spiele am heutigen Samstag sahen. Die Auszeichnung als bester Torhüter ging an Steve Elfert von der SV Halstenbek-Rellingen. Neben Lemcke räumte bei den Ehrungen noch ein Rugenbergener ab – und das gleich doppelt. Pascal Haase wurde nicht nur zum besten Spieler des Turniers auserkoren, sondern sicherte sich mit insgesamt sechs Turniertreffern gleich auch noch den Titel als Torschützenkönig. Als fairste Mannschaft – diese wurde von den drei Schiedsrichtern Ralph Vollmers (FSV Geesthacht), Thorsten Bliesch (Niendorfer TSV) und Michael Ehrenfort (TuRa Harksheide) gewählt – wurde Hammonia-Landesligist Blau-Weiß 96 Schenefeld ausgezeichnet.

Jan Knötzsch

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